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Herz Jesu Kirche
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Ansprechpartner
Ansprechpartner Katholisches Pfarramt Herz Jesu (Dekanat Berlin-Reinickendorf)
Herr Pfarrer Stefan Mikulski
Brunowstrasse 37
13507 Berlin

Telefon +49 (0)30 443 84 00
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Beschreibung
Der Berliner Ortsteil Tegel ist durch den Flughafen weltberühmt. Tegeler Forst und See sind beliebte Ausflugsziele für Wanderer und Wassersportler, und mancher kennt auch das Schloss Tegel, entstanden im 16.Jh. und von 1767-1835 mit der Familie Humboldt verbunden.

Die katholische Kirche des Ortes liegt zentral, aber doch ein wenig versteckt in einer Nebenstraße der alten Dorfstraße.

Ursprünglich gehörte das Dorf zur Riesenpfarrei Reinickendorf, wurde dann aber bei der Gründung der Gemeinde Velten 1901 dieser zugeordnet.
Bereits 1896 zog Max Jähnert, ein junger, aus Schlesien stammender Lehrer, nach Tegel und hielt an der Volksschule den katholischen Religionsunterricht.
Sonntags sammelte er die Familien und fuhr mit ihnen per Pferdewagen ins 15 km entfernte Velten, wo schon seit 1896 eine Kirche stand.

Die erste hl. Messe in Tegel wurde am 4.7.1897 von einem Dominikaner in der Wohnung von Lehrer Jähnert gehalten. Am 6.3.1898 gründete dieser den "Katholischen Verein
Tegel" als "Sammelpunkt für die Katholiken Tegels", dieser Tag gilt als Gründung der Gemeinde. Die meisten Gemeindemitglieder waren Arbeiterfamilien der 1896 nach Tegel verlegten Borsigwerke, doch gehörten zum Beispiel auch Gefängnisaufseher des Tegeler Zuchthauses dazu.

Inzwischen konnte man in einen Tanzsaal die hl. Messe feiern, was jedoch zunehmend als unwürdig empfunden wurde, da nebenan das Klingen der Biergläser zu hören war.
Eifrig wurde überall in Deutschland für einen Kirchbau gesammelt und 1904-05 konnte dann ein repräsentatives Gotteshaus nach Planen des schlesischen Architekten Hugo Schneider errichtet werden.

Die Außenansicht des neugotischen Backsteinbaus wird geprägt durch zwei vor und übereinander angeordnete wimperartige Giebel und den auf der Ecke zum Brunowplatz angeordneten 54 m hohen Turm.
Im Innern öffnet sich eine hoch und weiträumig aufstrebende Pfeilerbasilika, ursprünglich mit einem neugotischen Holzaltar.
Der Altarraum war unter anderem mit einer Abendmahlsszene und Darstellungen der Kirchenväter ausgemalt. Die Einweihung der Herz-JesuJKirche in Tegel erfolgte am 06.05.1905 Neben der Kirche entstand auch ein gemeindeeigenes Wohnhaus. Erster Geistlicher am Ort wurde 1906 Albert Schmidt, 1908 erfolgte die Gründung der Kuratie.
Die Kirche war zunächst ein Joch länger geplant gewesen, der freie Platz hinter der Apsis wurde 1913 zur Errichtung des Pfarrhauses genutzt.

Unter Georg Kleineidam (1919-53) wurde Herz Jesu am 1.6.1920 Pfarrei, damals zählte sie etwa 4000 Katholiken. Vier Tochtergemeinden entstanden im Laufe der Jahre. St. Joseph in Tegel-Nord(1933), St. Marien in Heiligensee (1937) und Allerheiligen in Borsigwalde (1938), wo nach dem Wunsch der Borsigwalder schon die Herz-Jesu-Kirche hätte stehen sollen, und schließlich die Gemeinde St. Bernhard in Tegel-Süd (1952) zum Gedenken an den von der NS Justiz in Tegel inhaftierten und auf dem Weg ins KZ verstorbenen Dompropst Bernhard Lichtenberg.

Bis heute gehören Konradshöhe und Tegelort auf der anderen Seite des Tegeler Sees zu Herz Jesu, nach Konradshöhe verlegten Missionsschwestern vom hl. Herzen Jesu, aus Hiltrup, 1921 ein Fürsorgeheim für Mädchen und errichteten 1929 die St. Agnes Kapelle.

1936erhielt die Pfarrkirche in Tegel einen Altar aus Kalkstein, am 16.06.1936 wurde sie konsekriert. Dabei wurden auch die Malereien im Altarraum überdeckt. Bereits 1929 war die Steinmeyer - Orgel aufgestellt worden. Lehrer Max Jähnert spielte sie bis ins hohe Alter, er starb in der Silvesternacht 1950 auf der Treppe zur Orgelempore.

Im 2.Weltkrieg wurde Herz Jesu nur leicht beschädigt. Unter Pfr. Bernhard Kunza (1953-77) erfuhr die Kirche ihre liturgische Umgestaltung nach dem I. Vatikanum.
1972 wurden aus dem alten Hochaltar, nach Entwurf von Günter Maiwald, der Ambo und der neue Altar gefertigt. Paul Ohnsorge gestaltete den übermächtigen Tabernakelträger, der auf Ez 47.1-12 Bezug nimmt.
Peter Ludwig Kowalski schuf die Fenster in der Apsis. Diese zeigen die Kreuzigungsgruppe und die Darstellung der hl. Margareta Maria Alacoque und Johannes Eudes. Sie waren zwei große Herz-Jesu-Verehrer des 17. Jh..

Um 1900 war die Herz-Jesu-Verehrung zu neuer Blüte gekommen und hatte auch zur Namensgebung der Tegeler Kirche geführt. Bis 1999 leitete Pfarrer Klaus Rößner die Gemeinde.
In den 90er Jahren begann eine gründliche Sanierung des Turmes, der Hauptfassade und der Südseite der Kirche, nach dem vor allem im Turm gefährliche Schäden aufgetreten waren. Ab Oktober 1999 übernahm Pater Hans Schädle SCJ als 6. Pfarrer die Gemeinde.
Nun wurde die Kirche, die zuvor nur zu Gottesdiensten offen war, ganztägig für Besucher geöffnet. Gleichzeitig begann die Verschönerung des Innenraumes, sowie die Gestaltung des Außenbereiches.

Im Februar 2000 erhielt unsere Kirche eine neue Lautsprecheranlage.
Im August 2000 wurden sieben Teppiche gespendet, die seitdem die Kirche schmücken.
Im September 2000 begann die Renovierung der Marienkapelle. Drei Fenster wurden freigelegt und zunächst provisorisch verglast. Im gleichen Zeitraum wurde vor dem Gemeindehaus die Regenwasserkanalisation saniert.

Im November 2000 konnte die Herz-Jesu-Statue über dem Portal eingeweiht werden. Darunter steht das Schriftwort: "Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich gebe euch Leben in Fülle". Gleichzeitig erhielt die Kirche eine neue Außenbeleuchtung.

Am 5. Mai 2001 - anlässlich des Behindertentages in Reinickendorf - wurde die Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen in Anwesenheit unserer Bezirks-Bürgermeisterin Frau Marlies Wanjura eingeweiht.
Am 1. Mai 2002 konnten die neuen, bleiverglasten Rosenkranzfenster in der Marienkapelle eingeweiht werden.
Sie symbolisieren den freudenreichen, den schmerzhaften und den glorreichen Rosenkranz und wurden gestaltet von Paul Corazolla, der bei der Feier anwesend war. Von Kardinal Georg Sterzinsky wurde am 28.Aug. 2002 die Gedenk- und Mahnstätte in der Kapelle der "schmerzhaften Mutter Gottes" eingeweiht. Hier gedenken wir der Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges, aller Opfer von Hass und Terror und der Märtyrer des 20.Jahrhunderts in unserem Heimatland, aber auch aller Toten der Gemeinde.

Im September 2002 wurde die neue gotische Wandkonsole angebracht, auf der an der linken Altarwand die Herz-Jesu Statue steht. Es ist eine alte Statue, die hier nach Jahren der Vergessenheit einen würdigen Platz gefunden hat. Die Innenbeleuchtung wurde total erneuert und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.

Von Mitte Januar bis Anfang März 2004 konnte die Innenrenovierung des Gotteshauses zum Abschluss gebracht werden. Im Altarraum, über der Sakristei, wurden 2 Fenster freigelegt, die seit über 70 Jahren zugemauert waren.
Die bleiverglasten Fenster zum Innenhof wurden restauriert und mit Schutzglas versehen und der gesamte Innenraum der Kirche wurde weiß gestrichen. Möglich wurden all diese Maßnahmen durch die hohe Spendenbereitschaft der Gemeinde und großzügige Einzelspenden, vor allem aber durch die Initiativen von Pfarrer P. Hans Schädle SCJ. Sie dienen der Ehre Gottes und wollen die Menschen zu Gebet und innerer Einkehr motivieren.

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